Warzen – meist stecken Viren dahinter

Kryotherapie - Vereisung einer Warze
Eine Warze wird vereist | © depositphotos.com - Kalinovskiy

Warzen haben sehr viele Menschen irgendwann in ihrem Leben einmal. Sie sind nicht schön anzusehen, bedeuten aber meistens keine gesundheitliche Gefahr. In diesem Artikel wollen wir kurz beleuchten, was Warzen sind, woher sie kommen, welche Symptome es gibt und wie man sie bekämpft. (Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang unseren Hinweis am Ende dieses Artikels.)

Warzen – was ist das?

Warzen sind Hautwucherungen von unterschiedlichem Aussehen, die in verschiedenen Körperregionen auftreten können. In den meisten Fällen sind diese Hautwucherungen gutartig. So gut wie alle Warzenarten werden durch ein humanes Papillomavirus (HPV) ausgelöst.

Die Hautwucherungen der Warze treten zumeist an den Fingern, Füßen, im Gesicht und im Genitalbereich auf. Bis auf die Dellwarze, die durch einen Pockenvirus ausgelöst wird, entstehen die meisten Warzen durch die humanen Papillomaviren. Im Alter kann man dann zusätzlich noch so genannter Alterswarzen bekommen, die überhaupt nicht durch einen Virus ausgelöst werden.

Zur Übersicht hier einmal die häufigsten Warzenarten:

  • Feigwarze
  • Mosaikwarze
  • Dornwarze
  • Stachelwarze (gewöhnliche Warze, vulgäre Warze)
  • Dellwarze
  • Alterswarze

Warzen sind zwar optisch unerwünscht, aber in der Regel harmlos und verursachen keine Beschwerden. Lediglich unter dem Fuß befindliche Dornwarzen können beim Laufen starke Schmerzen verursachen. Alle durch Viren verursachten Warzen sind potenziell ansteckend.

Ursachen von Warzen

Der hauptsächliche Auslöser von Warzen sind die HPV-Viren (humane Papillomaviren). Von diesen Viren gibt es ungefähr 90 verschiedene Arten. Diese Viren, bekannt unter anderem auch als Auslöser für Gebärmutterhalskrebs, übertragen sich hauptsächlich von Mensch zu Mensch. Aber ebenso, wie man sich mit Fußpilz infizieren kann, kann man sich mit diesen Viren auch im Schwimmbad, im Fitnessstudio oder in der Sauna infizieren, wenn man barfuß läuft. Ebenfalls kann sich beim ungeschützten Geschlechtsverkehr das Virus übertragen.

Menschen, die generelle Hautprobleme haben, bekommen häufiger Warzen, da die natürliche Hautbarriere nicht ausreichend stabil ist. Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, aber auch trockene Haut mit kleinen Hauteinrissen oder stark schwitzende Hände und Füße begünstigen das Eindringen der Viren.

Kinder sind besonders anfällig für die Viren und bekommen schnell Warzen. Der Grund liegt darin, dass das Immunsystem die HPV-Viren noch nicht kennt und eine Abwehr dagegen erst aufgebaut werden muss.

Alterswarzen entstehen, wie der Name schon sagt, im Alter (ab ca. 50 Jahre). Es entstehen gutartige Hautwucherungen, häufig aus Altersflecken. Man vermutet, dass UV-Licht dabei eine Rolle spielt.

Warzen erkennen / Diagnose

Grundsätzlich lassen sich Warzen leicht an ihrem Äußeren erkennen. Die charakteristischen, zerklüfteten Erhebungen sind typisch. Es ist jedoch von immenser Wichtigkeit, die Warze von einem Arzt begutachten zu lassen. Es kann in seltenen Fällen durchaus sein, dass statt einer vermuteten Warze ein Hautkrebs wächst. In der Regel erkennt ein Hautarzt die Warze durch Inaugenscheinnahme. Ist der Arzt selbst unsicher, so nimmt er ein Auflichtmikroskop zur Hilfe oder schickt eine kleine Probe zur Untersuchung ins Labor.

Behandlung von Warzen

Viele Warzen verschwinden bereits von selbst wieder nach einigen Wochen oder Monaten. Viele Menschen haben jedoch mit dem unschönen Aussehen der Wucherungen Probleme. Dazu kommt die Ansteckungsgefahr. Auch Dornwarzen unter den Füßen müssen aufgrund der Schmerzen behandelt werden.

Für die Behandlung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Treten Warzen in großer Zahl auf (man spricht von Beeten) oder wuchern sie sehr heftig, so werden sie in der Regel durch den Hausarzt herausgeschnitten. Dies ist insbesondere auch bei Dornwarzen unter dem Fuß nötig.

Viele Warzen lassen sich durch Vereisen (Kryotherapie) entfernen. Dabei wird die Warze mit flüssigem Stickstoff betupft. Dies macht in der Regel der Arzt, es gibt Warzen Spray aber auch frei verkäuflich. Die Warze fällt nach wenigen Tagen von alleine ab.

Einzelne Warzen lassen sich auch mit Salizylsäure oder Milchsäure behandeln. Diese Mittel sind oft frei verkäuflich. Sie werden als Pflaster oder pur auf die Warze aufgebracht und weichen die Hornhaut/Warze auf. Ein Arzt kann dann Teile der Warze abtragen und trägt den Wirkstoff auf, bis die Warze vollständig entfernt ist.

Aus der Homöopathie kommt ein Mittel namens Thuja. Thuja ist der Name einer Zedern-Art; aus dieser wird das gleichnamige Thuja-Extrakt gewonnen. Ein bis zweimal am Tag auf die Warze aufgetragen, schrumpft die Warze und verschwindet nach einiger Zeit.

WICHTIG: dieser Artikel kann keinen Arztbesuch ersetzen und soll lediglich über Warzen informieren. Er soll keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder sogar Selbstbehandlung anregen. Bitte lesen Sie auch unseren rechtlichen Hinweis.