Diese Lebensmittel können Herpes reaktivieren

Arginin ist ein Auslöser für Herpes
In Nüssen ist Arginin | © panthermedia.net / fotokris44

Manch einer fragt sich regelmäßig, was die Auslöser für Herpes sind und warum der Lippenherpes immer wieder kommt und man keine Ruhe findet. Möglicherweise liegt die Antwort auf diese Frage in der Ernährung des Betroffenen.

Denn einige Studien legen den Verdacht nahe, dass L-Arginin einen ruhenden Herpes reaktivieren kann. L-Arginin befindet sich in vielen Lebensmitteln. Wir informieren dich hier über den Stand der Erkenntnisse.

Was ist Arginin?

L-Arginin (kurz Arginin) findet sich in unseren Lebensmitteln und ist ein basisches Protein. Es wirkt als Gegenspieler des L-Lysin (Artikel hier). Beide Eiweiße sind für den Zellaufbau verantwortlich.

Im Ärztebuch Heilkraft unserer Lebensmittel* wird ausführlich auf das Zusammenspiel der beiden Aminosäuren eingegangen. So ist darauf zu achten, dass L-Arginin der Gegenspieler von L-Lysin ist und man beide Aminosäuren im Gleichgewicht halten sollte.

Im Grunde hat Arginin viele positive Wirkungen auf unseren Körper, wie zum Beispiel eine Weitung der Blutgefäße (z.B. positiv bei Bluthochdruck), bei Migräne, Impotenz, und so weiter. All diese Wirkungen sind eigentlich positiv und erwünscht.

Bei einem Herpes oder Lippenherpes jedoch ist Arginin unerwünscht, denn der Herpes-Virus benötigt offensichtlich Arginin für seine Vermehrung.

Auslöser für Herpes – die Nebenwirkungen von L-Arginin

Wie es also scheint, kann L-Arginin bestimmte Infektionen, wie zum Beispiel den Lippenherpes oder die Gürtelrose (Herpes Zoster), begünstigen.

Es liegt also Nahe, dass genau aus diesem Grund alle Leute, die an ständigen Herpes Ausbrüchen leiden, Lebensmittel mit hohem Arginin-Gehalt meiden sollten, beziehungsweise nur in geringen Mengen konsumieren sollten.

Auslöser für Herpes sind zum Beispiel:

  • fast alle Nüsse (Haselnüsse, Mandel, Walnüsse, etc)
  • Schokolade
  • Erbsen
  • viele Vollkornprodukte
  • Buchweizen
  • Thunfisch
  • Weizenkeime
  • Sojabohnen
  • Pinienkerne
  • Erdnüsse
  • Kürbiskerne

Es ist also kein Wunder, wenn viele Herpes-Patienten berichten, dass sie direkt nach dem Verzehr einer Nuß-Schokolade einen Lippenherpes bekommen. Dies liegt dann mit hoher Wahrscheinlichkeit an dem starken Arginin-Überschuss.

Experten-Tipp: Übrigens nehmen auch viele Kraftsportler und Bodybuilder gerne Arginin als Nahrungsergänzungsmittel in konzentrierter Form. Die Blutgefäße weiten sich, der vielbeschworene „Pump“ beim Training stellt sich leichter und stärker ein. Wer als Kraftsportler oder Bodybuilder allerdings unter Lippenherpes, Gürtelrose oder anderen Herpes-Erkrankungen leidet, der sollte auf die zusätzliche Einnahme von Arginin als Ergänzung zum Training verzichten.

L-Lysin als Gegenspieler

Der direkte Gegenspieler von L-Arginin ist L-Lysin.

Will sich der Herpes nach einer Reaktivierung vermehren und ist kein Arginin da, so baut der Virus das vorhandene Lysin in seine DNA ein. Das führt direkt zu einem Wachstumsstop des Virus und letztendlich bricht der Herpes bei ausreichend Lysin gar nicht erst aus.

Am besten ist es, wenn sich die beiden Aminosäuren im Gleichgewicht halten, bzw. bei Herpes-Betroffenen ein leichter L-Lysin Überschuss besteht. Dies kann man unter anderem durch bestimmte Nahrungsmittel, aber auch durch die Gabe von zusätzlichem hochdosiertem L-Lysin gegen Herpes erzielen.

Bitte beachten: Personen mit Bluthochdruck sollten vor einer Einnahme von Lysin erst mit ihrem Arzt sprechen!

Fazit

L-Arginin kann bei vielen Leuten erneut den Herpes auslösen. Der Verzicht auf Arginin-haltige Lebensmittel wird dann ausdrücklich empfohlen. Die Supplementierung von L-Lysin kann zusätzlich helfen. Diese ist bei Bluthochdruckpatienten immer mit dem Arzt abzustimmen.

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