Herpes in der Nase – Nasenherpes

Nasenherpes - Herpes in der Nase
Nasenherpes ist richtig schmerzhaft | © panthermedia.net / kalcutta

Ebenso wie bei dem Lippenherpes ist der Erreger des Nasenherpes (Herpes nasalis) ein Herpes-Simplex-Virus. Die Viren vom Typ 1 (HSV-1) oder Typ 2 (HSV-2) werden meist durch Schmierinfektion oder aber durch sexuelle Kontakte übertragen. Einmal im Körper, können diese Erreger jederzeit wieder aktiv werden und Lippenherpes, Herpes im Mund oder Herpes in der Nase auftreten lassen.

Nasenherpes – Symptome und Verlauf

Häufig tritt der Herpesvirus an Schleimhäuten auf. Darum ist auch die Nase oft betroffen. Hier spricht man dann vom Herpes nasalis, umgangssprachlich auch einfach Nasenherpes.

Stadium 1

Genau wie beim Lippenherpes beginnt der Ausbruch eines Herpes in der Nase meist mit einem Jucken, Brennen, Kribbeln und Rötungen. Oft wird auch von Spannungsgefühlen gesprochen. Bereits hier kannst du etwas gegen den ausbrechenden Herpes unternehmen.

Stadium 2

Bereits etwas später entstehen die ersten Bläschen, die besonders schmerzhaft sind. Sie sind mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, die voller Herpesviren ist. Bitte beachte, dass diese Flüssigkeit hochgradig ansteckend ist und nicht mit anderen Personen oder Gegenständen in Berührung kommen sollte.

Stadium 3

Im dritten Stadium des Nasenherpes platzen die Bläschen auf. Besonders jetzt gilt das zuvor gesagte: achte auf die hochgradig infektiöse Flüssigkeit. Verschmiere diese auch keinesfalls im Gesicht. Vor allem in den Augen kann ein Herpes mitunter zu Sehverlust oder gar Erblindung führen.

Besondere Vorsicht ist im Übrigen auch beim typischen „Nase hochziehen“ geboten. Während einer Infektion mit Herpes in der Nase können dadurch die Viren weiter nach oben in die Nase gelangen. Eine Behandlung und ein schneller Heilerfolg sind hier noch schwieriger.

Stadium 4

Wenn der Herpes abheilt, dann ist das letzte Stadium erreicht. Es bilden sich Krusten und Verschorfungen, die in der Nase besonders unangenehm sind. Sie können beim Niesen oder Schnäuzen erneut aufreißen. Dadurch heilen sie oft deutlich schlechter ab, als ein Lippenherpes.

Nasenherpes oft besonders schmerzhaft

Aufgrund der empfindlichen Nerven in der Nase (wer sich einmal ein Nasenhaar ausgerissen hat, weiß was ich meine) ist ein Herpes innerhalb der Nase häufig besonders schmerzhaft. Insbesondere wenn man bei einer solchen Infektion zufällig die Nase berührt, schießen häufig vor Schmerz die Tränen in die Augen.

Neurodermitiker aufgepasst!

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du unter Neurodermitis leidest. Oft ist deine Haut sowieso geschwächt, entzündet oder ausgetrocknet. Dann können sich die kleinen Bläschen im ganzen Gesicht verteilen. Das nennt man eine Superinfektion. Du solltest sofort einen Arzt aufsuchen! Wie bereits oben erwähnt kann der Herpes auf das Auge übergreifen und gerade wenn du bereits eine Infektion im Gesicht hast, ist die eher wahrscheinlich.

So bekämpfst du den Nasenherpes

Solange du den Herpes nur am unteren Nasenrand (max. ca. einen halben Zentimeter hoch) hast, kannst du dich mit äußerster Vorsicht selbst therapieren. Bist du unsicher oder der Herpes sitzt höher, gehe bitte sofort zum Arzt.

Wasserstoffperoxid ist wunderbar geeignet, einen Herpes an den unteren Nasenflügeln direkt im Entstehen zu bekämpfen. Mit etwas Glück bleiben die Bläschen sogar aus. Klicke hier, für weitere Informationen zu Wasserstoffperoxid.

Teebaumöl ist von jeher ein weiteres gutes Hausmittel gegen Herpes. Die enthaltenen Wirkstoffe wirken desinfizierend und töten die Viren ab. Außerdem beruhigt Teebaumöl die betroffenen Stellen. Klicke hier für weitere Informationen über Teebaumöl.

Obwohl Zahncreme häufig als Mittel gegen Herpes aufgezählt wird, solltest du nicht mehr darauf setzen. Früher war in beinahe allen Zahnpasten Zink enthalten, was die Entzündung gelindert hat. Dazu hat Zahnpasta den Herpes luftdicht abgeschlossen und die Haut ausgetrocknet. Heutige Zahnpasten haben in der Regel kein Zink mehr als Inhaltsstoff. Sie würden also nur die betroffene Stelle zu stark austrocknen. Die rissige Haut lässt dann unter Umständen gerade an der Nase weitere Viren oder Bakterien eintreten.

Honig ist ein Mittel, was ebenfalls häufig als Herpesmittel angepriesen wird. Hier scheiden sich die Geister. Während die Wirkung bei „normalem“ Honig nicht nachgewiesen ist, so kann der gute Manuka-Honig durchaus bei der Herpesbekämpfung helfen. Die Wirkstoffe des Manuka-Baumes (Südseemyrte) wirken besonders antibakteriell. Klicke hier für weitere Informationen über Manuka-Honig.

Der Herpes in der Nase sitzt bereits höher

Solltest du bemerken, dass der Herpes nicht mehr nur im unteren Nasenbereich aktiv ist, so suche bitte umgehend einen Arzt auf. Dieser wird dir vermutlich nicht nur eine Nasensalbe mit Aciclovir oder einem ähnlichen Wirkstoff (zum Beispiel Valaciclovir, Penciclovir oder Ganciclovir) verschreiben, sondern möglicherweise auch eine Tablettentherapie empfehlen.

Zusammenfassung

Herpes in der Nase ist besonders schmerzhaft, da innen in der Nase empfindliche Nerven sitzen. Solange die Infektion nicht die Nase hoch wandert oder außen bleibt, kann man sie gut selbst behandeln. Bei einer größeren Infektion ist der Arzt aufzusuchen.

 

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