Die Gürtelrose (Herpes Zoster)

Herpes Zoster - Gürtelrose
Herpes Zoster - die Gürtelrose | © panthermedia.net / Randolf Berold

Die Gürtelrose (lat. Herpes Zoster)  ist eine äußerst schmerzhafte Viruserkrankung, die häufig von einem juckenden Hautausschlag begleitet wird. Wir klären über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten auf.

Woher kommt die Gürtelrose?

Die Gürtelrose wird durch den Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Dieser Erreger ist für die Windpocken und die Gürtelrosenerkrankung beim Menschen verantwortlich. Dieses Virus ist hochansteckend und kann sich von Mensch zu Mensch (Kontakt mit Windpockenbläschen) und durch die Luft verbreiten.

Kommt der Mensch zum ersten Mal mit diesem Virus in Kontakt, so erkrankt er an Windpocken. In der Regel bekommen Kinder die Windpocken. Diese sind, sofern die erkrankte Person über ausreichende Immunkräfte verfügt, eine relativ harmlose Krankheit.

Nach der Erstinfektion hat die erkrankte Person einen lebenslangen Schutz gegen Windpocken. Allerdings verbleiben die Viren im Körper in einer Ruhephase. Während dieser Zeit sitzen sie in den Nervenknoten (Ganglien, Nervenzellkörper). Ist der Körper nun geschwächt, können diese Viren wieder aktiv werden (Reaktivierung) und lösen dann die Gürtelrose aus.

Die Gürtelrose ist also eine Zweiterkrankung, die erst nach den Windpocken auftritt. Bis zum Ausbruch der Gürtelrose können übrigens Jahrzehnte vergehen.

Was löst einen Herpes Zoster (Gürtelrose) aus?

Herpes Zoster
Schlimme Gürtelrose mit Bläschen | © panthermedia.net / librakv

Für eine Gürtelrose gibt es einige Faktoren, die diese begünstigen. Hohes Alter ist einer dieser Faktoren, vor allem in Verbindung mit einer der nachfolgenden Punkte. Viele Gürtelrosenerkrankungen sind zum Beispiel bei der Personengruppe ab 70 Jahre zu finden.

Ein weiterer auslösender Faktor ist eine Immunschwäche. Die Gründe für eine solche Immunschwäche können ganz unterschiedlich sein, z.B. Infekte (zum Beispiel ein grippaler Infekt), AIDS, Immunsuppressiva (Mittel die das Immunsystem dämpfen), Krebs und Chemotherapie, usw.

Körperlicher Stress, z.B. nach einer Operation kann die Gürtelrose genauso auslösen, wie dauerhafter oder starker mentaler Stress, z.B. im Beruf oder bei Trauer um einen geliebten Menschen.

Wie auch beim Lippenherpes kann zu viel UV-Strahlung (Sonnenbad) das Risiko einer Herpes-Reaktivierung steigern und eine Gürtelrose auslösen oder begünstigen.

Wie verläuft eine typische Gürtelrosenerkrankung?

Zu Beginn einer Gürtelrosenerkrankung haben die meisten Menschen Symptome, die nicht direkt auf eine Gürtelrose schließen lassen. Diese Beschwerden sind:

  • Abgeschlagenheit / Erschöpfung
  • Fieber
  • Kopfschmerzen, Körperschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten

Teilweise kommen hinzu:

  • Brennen im Rückenbereich
  • Taubheitsgefühl auf der Haut

Nach wenigen (1-3) Tagen bildet sich ein Ausschlag mit gelblicher Flüssigkeit gefüllten Bläschen auf der schmerzenden Körperstelle.

Ab dem dritten bis fünften Tag ist der Höhepunkt der Krankheit erreicht. Die Blasen platzen auf und die Flüssigkeit tritt aus. Vorsicht: die Flüssigkeit ist hochansteckend, da sie die Virus-Zellen enthält. Bereits eine Berührung mit gesunder Haut kann eine Folgeinfektion auslösen.

Die aufgeplatzten Bläschen verschorfen und die Haut fängt an abzuheilen. Bis zur vollständigen Abheilung der Gürtelrose können vier bis sechs Wochen vergehen, falls sie komplett unbehandelt bleibt. Durch diverse Heilmittel kann man den Prozess der Ausheilung beschleunigen.

Behandlung der Gürtelrose

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass man die Viren nicht abtöten kann. Man kann sie lediglich zurückdrängen, woraufhin sie wieder in den Ganglien bis zum nächsten Ausbruch ruhen.

Eine leichte Gürtelrose braucht nicht unbedingt behandelt werden. Allerdings suchen die meisten Patienten den Arzt aufgrund des zu Beginn unspezifischen Krankheitsbildes (Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit) und der Schmerzen im weiteren Verlauf einen Arzt auf. Bei einem leichten Verlauf wird der Arzt nur äußerlich behandeln und eventuell etwas gegen die Schmerzen oder den Juckreiz verschreiben. Du kannst jedoch mit verschiedenen frei erhältlichen Mitteln den Verlauf deutlich abmildern und sogar verkürzen.

Bei einem schweren Verlauf oder geschwächten Patienten wird hingegen ein orales Virostatikum verabreicht. Auch Patienten über 50 Jahre erhalten meist vorsichtshalber dieses antivirale Mittel zur Einnahme.

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